Dolmetscher-Ausbildung

Im Grunde genommen kann jeder als Dolmetscher arbeiten, denn die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt.
Allerdings erwarten die Kunden natürlich zu Recht, dass eine profunde Ausbildung vorliegt und er als Dolmetscher in der Lage ist, den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden.


Das bezieht sich nicht nur auf die Anwendung der Sprache an sich.

Der Dolmetscher benötigt auch das nötige Fachwissen, wenn er auf einem bestimmten Gebiet, zum Beispiel der Rechtswissenschaft oder der Technik, tätig sein möchte.

Er muss auch in der Lage sein, die verschiedenen Techniken des Dolmetschens anzuwenden, auch wenn er in der Praxis nur eine oder zwei davon anbietet.

Und er muss sein eigenes Handeln reflektieren können und seine Übersetzungen argumentativ vertreten.

Immerhin hängt von einer solchen Übersetzung einiges ab und Fehler können weit reichende Folgen nach sich ziehen, für die der Dolmetscher am Ende haften muss. Daher sollte auf eine grundlegende Ausbildung nicht verzichtet werden.
Ausbildung Dolmetscher

Vorausgesetzt werden von Hochschulen, Fachhochschulen oder privaten Akademien und Instituten das Abitur oder der mittlere Bildungsabschluss.
Meist wird vor Beginn der Ausbildung ein Einstufungstest gesetzt, es sei denn, der Bewerber kann seine fundierten Fremdsprachenkenntnisse anderweitig nachweisen.

Wer ein Zertifikat über die Ausbildung als Dolmetscher in einer Sprache vorlegen kann, muss sich meist keinem solchen Test unterziehen.

An den Hochschulen und Fachhochschulen kann in verschiedenen Fächern, wie zum Beispiel Konferenzdolmetschen, der Bachelor abgelegt werden.

Wer möchte, kann nach Studienabschluss den Master anhängen und hat so eine Ausbildung von rund fünf Jahren hinter sich.


Die alten Diplomstudiengänge sind nicht mehr im Angebot, hier werden in der Regel nur noch Quereinsteiger aufgenommen und es schließen die Studenten mit dem Diplom ab, die den Studiengang als solchen begonnen haben.

Sowohl an den Hochschulen wie auch an den privaten Akademien wird den Schülern beigebracht, wie sie die Technik des Dolmetschens überhaupt anwenden können und es werden teilweise sprachwissenschaftliche Ausflüge gemacht.

Geschichtliche und kulturelle Hintergründe einer Sprache und der Länder, in denen sie verbreitet ist, werden ebenfalls mit gelehrt.

Wie tief das Lernangebot geht, hängt vom Anbieter ab und davon, in welcher Zeit der Abschluss zu erreichen ist.

Denn es gibt auch Institute, die beschränken die Ausbildung zum Dolmestcher auf ein bis zwei Jahre, dann werden aber auch nur die nötigsten Fähigkeiten vermittelt.